Bündner Verein zum Schutz der ländlichen Lebensräume vor Grossraubtieren

Der «Bündner Verein zum Schutz der ländlichen Lebensräume vor Gross-raubtieren» wurde gegründet, um die Interessen der gesamten Bevölkerung bezüglich der Anwesenheit von Grossraubtieren zu wahren.


Unsere Ziele

  • Die Zukunft der Bergregionen sichern
  • Tierhaltung, Tourismus, Handwerk und Sport fördern und erhalten- auch zum Vorteil der urbanen Bevölkerung
  • Die Interessen der betroffenen Bevölkerung und der Tierhalter vertreten
  • Verweis auf die enormen Summen von Steuergeldern, die für den Schutz und die Förderung von Grossraubtieren verwendet werden (Bereits 2019 kostete ein Wolf gemäss einer Einschätzung der SAB im Jahr Fr. 250‘000.-)
  • Die Entwicklung der Situation beobachten, die Öffentlichkeit informieren und entsprechende Forderungen an Behörden und Politik stellen
  • Kooperation mit anderen Vereinen und Organisationen, welche die gleichen Ziele verfolgen
  • Internationale Kontakte pflegen


Rückkehr der Grossraubtiere in die Schweiz

  • Mit der im Jahr 1979 unterzeichneten Berner Konvention wurden die Grossraubtiere unter strengen Schutz gestellt.
  • 1995 wurden in der Schweiz erstmals Wölfe nachgewiesen.
  • Zwischen 1999 und 2002 wurden im Trentino 10 Bären aus Slowenien eingeführt. Heute terrorisieren über 100 Bären unser Nachbarland und dringen immer wieder bis in die Schweiz vor.
  • 2012 erstes Schweizer Wolfsrudel am Calanda (GR) (Seither vermehren sich die Wölfe im Land und es kommen jedes Jahr neue Rudel dazu.)
  • 2023 alarmierender Höhepunkt (In der Schweiz lebten über 30 Wolfsrudel und mindestens 300 Wölfe streiften durch das Land. In Graubünden zählten wir etwa 15 Rudel.)
  • 2022 wurden offiziell 517 Nutztiere getötet, ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer und der verlorenen und verletzten Tiere.

Zu wenig Raum für Grossraubtiere

Wolf, Bär, Luchs und Goldschakal sind nicht vom Aussterben bedroht. Vielen Tierhaltern und Hirten hingegen droht das Aus. Wertvolle Alpen und Weiden gehen verloren.

Die Ausbreitung der Grossraubtiere hat Folgen:

  • Hunderte von gerissenen Nutztieren
  • Herdenschutz stösst an seine Grenzen
  • Raubtiere umgehen die Massnahmen
  • Schutzhunde können bedrohlich werden
  • Die Bewirtschaftung der Alpen nimmt ab
  • Infrastrukturen zerfallen
  • Erosion, Vergandung Verbuschung und Verwaldung nehmen zu
  • Die Abwanderung der Bevölkerung aus den Alpentälern wird begünstigt

Entstehung des Widerstandes

2012 terrorisierte der Bär M13 das Puschlav
2013 Gründung der regionalen «Associazione territorio senza grandi predatori» in Poschiavo 2015 Ausweitung der Vereinigung auf den ganzen Kanton
Seit 2021 besteht der Verein mit neuem Namen
Auswirkung des Widerstandes
2022 zweite Abstimmung über das Jagdgesetz: Zum ersten Mal wird es möglich, Wölfe präventiv zu entnehmen
1. Februar 2025 Inkraftsetzung der entsprechenden Jagdverordnung:
Sie erlaubt eine jährliche Regulierung der Bestände bis zu einer gesamtschweizerischen minimalen Anzahl von 12 Wolfsrudeln. Jährlich können bis zwei Drittel der Jungwölfe reguliert und Rudel dezimiert werden.
Ein wichtiges Signal für die Europaweite Regulierung der Wölfe: Der Europarat setzte nach mehrmaliger Ablehnung der Schweizer Anträge den Schutzstatus des Raubtieres von «streng geschützt» auf «geschützt» hinunter.
Unser Verein, wird sich zusammen mit seiner Dachorganisation und den weiteren sechs Schweizer Vereinen für den Schutz von Mensch und Tier vor Grossraubtieren einsetzen. Er wird in Zukunft dafür sorgen, dass die Jagdverordnung vollumfänglich umgesetzt wird und zur angemessenen Regulierung der Wolfsbestände führt.


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L’«Associazione grigionese per la protezione del territorio dai grandi predatori» 

è stata fondata con lo scopo di salvaguardare gli interessi di tutta la popolazione per quanto concerne la presenza dei grandi predatori.

I nostri obiettivi

• Garantire un futuro alle regioni di montagna.
• Sostenere e salvaguardare l’allevamento del bestiame, l’artigianato, il turismo e le varie attività sportive - anche a vantag-gio della popolazione urbana
• Tutelare gli interessi degli allevatori e della popolazione colpita
• Denunciare gli enormi sperperi operati con i soldi dei contribuenti, a favore della protezione e della promozione dei grandi predatori (secondo una stima di SAB, un lupo nel 2019 è costato ai Cantoni e alla Confederazione 250'000 CHF)
• Seguire e commentare gli sviluppi della situazione, informare l’opinione pubblica ed avanzare le relative rivendicazioni nei confronti di politici e autorità
• Cooperare con altre organizzazioni che perseguono gli stessi obiettivi
• Curare i contatti internazionali

Il ritorno dei grandi predatori in Svizzera

  • Con la firma nel 1979 della Convenzione di Berna anche da parte svizzera, i grandi predatori godono di una protezione assoluta.
  • Nel 1995 venne comprovata per la prima volta la presenza di lupi in Svizzera.
  • Tra il 1999 e il 2002, i gestori del Parco naturale Adamello Brenta introdussero in Trentino 10 orsi dalla Slovenia. Oggi più di 100 esemplari terrorizzano la regione, spingendosi sovente fino in Svizzera
  • 2012: primo branco di lupi nella regione del Calanda (GR) (Da allora i lupi in Svizzera si moltiplicano.Ogni anno si formano nuovi branchi.)
  • 2023, situazione allarmant (In Svizzera vivono più di 30 branchi e almeno 300 lupi circolano nel paese. Nei Grigioni si contano oggi attorno ai 15 branchi.)
  • Le predazioni ufficiali nel cantone ammontava no nel 2022 a 517 animali da reddito uccisi, senza tener conto dei feriti, dispersi e dei casi non segnalati.

Troppo poco spazio per i grandi predatori

Il lupo, l’orso, la lince e lo sciacallo dorato non sono in pericolo di
estinzione. Sono invece minacciati di scomparire gli allevatori e i pastori. Preziosi alpeggi e pascoli vanno persi.


Conseguenze della diffusione dei grandi predatori:

  • centinaia di animali da reddito sono stati Predati;
  • la protezione delle greggi funziona male;
  • i grandi predatori raggirano le misure di protezione e si adattano in fretta;
  • i cani di guardiania sono una minaccia;
  • lo sfruttamento degli alpeggi è in calo;
  • le infrastrutture rurali vanno in rovina;
  • l’erosione, l’inselvatichimento e l’imboschimento sono in aumento;
  • lo spopolamento delle valli alpine viene favorito e accelerato.

Nascita dell’opposizione

2012: l’orso M13 terrorizzò la Valposchiavo 2013: venne fondata in loco l’«Associazione territorio senza grandi predatori»
2015: l’Associazione estese le proprie attività in tutto il cantone dei Grigioni.
Dal 2021 assume il nome attuale
Risultati dell’opposizione
2022: seconda votazione sulla legge della caccia, per la prima volta è possibile togliere dalla circolazione lupi a titolo preventivo.
Primo febbraio 2025: messa in atto della relativa ordinanza che permette una regolazione annua della popolazione di lupi fino a raggiungere un numero minimo svizzero di 12 branchi. Ogni anno si possono regolare fino a due terzi dei giovani lupi e decimare interi branchi.
Segnale importante per la regolazione dei lupi in tutta Europa: il Consiglio d’Europa, dopo diversi rifiuti alle richieste svizzere in merito, ha deciso di abbassare lo stato di protezione del lupo da «severamente protetto» a solo «protetto».
La nostra Associazione, assieme a quella mantello e alle altre sei associazioni svizzere, continua a impegnarsi nella protezione di persone e animali dai grandi predatori. In futuro ci concentriamo a sorvegliare la messa in atto corretta dell’ordinanza della legge sulla caccia, per giungere a una regolazione adeguata delle popolazioni di lupi.



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Vereinsgeschichte


Nachdem im Jahr 2012 der Bär M13 das Puschlav terrorisiert hat, wurde am 16. März 2013 in Poschiavo die regionale «Associazione territorio senza grandi predatori» gegründet.
2014 wurden an der ersten Generalversammlung des Vereins interessierte aus dem ganzen Kanton eingeladen und es wurde die internationale Erklärung von Poschiavo verabschiedet. Ein Auszug daraus:
« …dass die wahllose Rückkehr des Wolfes, sowie auch der Bären und anderer Grossraubtiere in die Berggebiete und in die europäischen Landregionen mit der Anwesenheit des Menschen unvereinbar ist und dass das gegenwärtige und zukünftige Leben der Menschen die dort wohnen und arbeiten, sowie die touristische Nutzung dieser Gebiete durch die Stadtbevölkerung dadurch beeinträchtigt werden…»
2015 weitete der Verein seine Aktivitäten auf den ganzen Kanton Graubünden aus mit dem deutschen Namen «Verein Lebensräume ohne Grossraubtiere GR».
Im gleichen Jahr folgten die Gründung weiterer Vereinigungen gegen die unkontrollierte Verbreitung der Grossraubtiere:
- im April der Verein «Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere»;
- im Mai die «Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung  und ländlichen Lebensraum der Kantone Glarus, St. Gallen und beider Appenzell;
- im Juni der Verein «Territorio senza grandi predatori» im Tessin;
- im September die Schweizweite Dachorganisation «Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere» der sich die früher gegründete Organisationen anschlossen;
- im 2016 die «Association sans les grands prédateurs» in der Westschweiz;
- im 2018 die «Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grosstaubtieren im Kanton Bern».
Im Jahr 2021 hat die Delegiertenversammlung des Dachvereins eine Namensänderung auf «Verein Schweiz zum Schutz der ländlichen Lebensräume vor Grossraubteiren» vorgenommen. Es ging darum, nicht als extreme Ausrotterorganisation diskriminiert zu werden und den Schwerpunkt der Vereinsarbeit auf den Schutz von Mensch und Tier vor den Grossraubtieren zu setzen. Auch unser Verein beschloss seinen Namen umzutaufen in: «Bündner Verein zum Schutz der ländlichen Lebensräume vor Grossraubtieren». Die neue Bezeichnung entspricht der heute gültigen langfristigen Vereinsstrategie im Umgang mit Grossraubtieren.
Wolf, Bär, Luchs, Goldschakal sind nicht vom Aussterben bedroht und haben in unserem Lebensraum zu wenig Platz. Vielen Tierhaltern und Hirten hingegen droht das aus. Unser Verein möchte zu einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit über diese Problematik beitragen weil eine weitere unkontrollierte Ausbreitung dieser Raubtiere ernsthafte negative Auswirkungen hat, unter anderen:
- immer mehr wertvolle Alpweiden gehen verloren;
- Hunderte gerissene Nutztiere;
- der Herdenschutz stösst an Grenzen, die Raubtiere umgehen die Massnahmen, die Schutzhunde können bedrohlich werden;
- die Bewirtschaftung der Alpen nimmt ab, und damit auch die Biodiversität;
- Erosion, Vergandung und Verbuschung nehmen zu;
- Infrastrukturen zerfallen;
- die Abwanderung der Bevölkerung aus den Alpentälern wird begünstigt;
Wichtige Zielsetzungen unseres Vereins sind z.B.:
- Sicherung einer Zukunft für die Bergregionen;
- Tierhaltung, Tourismus, Handwerk und Sport fördern und erhalten, zum Vorteil auch der urbanen Bevölkerung;
- die Interessen der betroffenen Bevölkerung und der Tierhalter vertreten;
- hinweisen auf die enormen Summen von Steuergeldern zu Gunsten des Schutzes und der Förderung der Grossraubtiere;
- Die Entwicklung der Situation beobachten, die Öffentlichkeit informieren und gegenüber Behörden und Politik entsprechende Forderungen stellen;
- Kooperation mit anderen Organisationen, welche die gleichen Ziele verfolgen;
- Internationale Kontakte pflegen.







Vorstand und Funktionäre

Otto Denoth, Masein

Otto Denoth, Masein

Position Präsident

Kontakt info@grossraubtieregraubünden.ch

Paola Bontognali, Poschiavo

Paola Bontognali, Poschiavo

Position Viezepräsidentin

Rico Calcagnini, Buchen

Rico Calcagnini, Buchen

Position Aktuar

Ezio Menghini, Celerina

Ezio Menghini, Celerina

Position Kassier

Nora Schötz, Rothenbrunnen

Nora Schötz, Rothenbrunnen

Silvia Giuliani, Le Prese

Silvia Giuliani, Le Prese

Silvan Darms

Silvan Darms

Homepage

Hans Russi, Poschiavo

Hans Russi, Poschiavo

Reto Zanetti, Li Curt

Reto Zanetti, Li Curt

Mario Costa, Poschiavo

Mario Costa, Poschiavo


Protokolle und Statuten


Statuten 2024.pdf (129.58KB)
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Statuti 2024.pdf (100.01KB)
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Bündner Verein zum Schutz der ländlichen Lebensräume vor Grossraubtieren
Wir setzen uns dafür ein, die Bevölkerung und die Nutztiere vor Grossraubtieren zu schützen und die Schweizer Alpwirtschaft mit seiner reichen Biodiversität, wie wir sie kennen, zu erhalten.